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Frankfurt/Main, 23. Mai 2016 

Die „Hessische Energiespar-Aktion“ informiert: Ältere Rollladenkästen – dämmen und dichten 

„Ältere Rollladenkästen sind ein Schwachpunkt im Haus. Pro Einfamilienhaus kommen hier mindestens zwölf Quadratmeter Kastenfläche zusammen. Die älteren Kästen bieten kaum Wärmeschutz. Nur die dünne Sperrholz- oder Vollholzschicht der Kastenwand trennt den Frost von der teuren Heizenergie. Die Dämmung der Kastenwand ist mit 2,7 W/(m²K) sehr schlecht. Jeder Quadratmeter eines ungedämmten Rollladenkastens verursacht somit einen Energieverbrauch von ca. 20 Liter Heizöl oder 20 Kubikmeter Erdgas im Jahr. Berücksichtigt sind hierbei noch nicht die erhöhten Verluste, die durch den von der Heizungsluft erwärmten Kasten entstehen. Undichte Kästen erzeugen zusätzlich Zugluft im Haus“, so Werner Eicke-Hennig, Programmleiter der „Hessischen Energiespar-Aktion“. 

Die optimale Lösung ist der Ersatz älterer Kästen durch energiesparende Neukästen, z. B. im Zuge einer Fenstererneuerung, deren Wärmedämmung mit U-Werten um 0,3 W/(m²K) sich mit einer dichten Ausführung sowie ansprechenden Lösungen für die Fassadenansicht ergänzt. Bei einer Fenstererneuerung kann auch ein „Einschubrollladenkasten“ in den großen Altkasten eingebaut werden. Das beschränkt Zeitaufwand und Kosten. Die neuen Rollladen benötigen aufgewickelt nicht mehr den gesamten Raum eines Altkastens. Durch eine solche Ausführung werden U-Werte um 0,8 W/(m²K) erreicht. 

Soll der Altkasten noch lange Jahre weitergenutzt werden, kann zumindest teilweise Abhilfe geschaffen werden. Eine Sanierung des Rollladenkastens bieten die Betriebe des hessischen Rollladenbaues an. Auf den Kasten zugeschnittene Dämmstoffstreifen für die Platte, den Kastenboden, die Seiten und die Kastendecke verbessern den Wärmeschutz. Das ist zwar „Schnitzarbeit“, aber sinnvoll, denn 2 bis 4 cm extrudierte Dämmplatten reduzieren die Verluste um bis zu 50 Prozent. Am Markt sind auch vorgefertigte biegsame Dämmschalen verfügbar, die um den aufgerollten Rollladen herum gelegt und eingedichtet werden können. Zugluft am Deckel wird durch Dichtungsbänder beseitigt. Es kann auch Silikon in den Klappenfalz eingespritzt werden. Hierbei wie folgt vorgehen: Das frische Silikon mit einem Folienstreifen abdecken, den Deckel wieder anbringen, damit er sich an das Silikon anpresst. Nach zwei Stunden ist das Silikon abgebunden, der Folienstreifen kann entfernt und überstehendes Silikon abgeschnitten werden. Für die Gurtdurchführung gibt es Bürstendichtungen und andere Lösungen. 

Die Rollladensanierung ist das „I -Tüpfelchen“ beim Energiesparen. Kosten von 200 bis 400 Euro pro Neukasten kommen über 20 Jahre Heizkosteneinsparung wieder herein. Die Rollladendämmung hat eine Lebensdauer von 50 und mehr Jahren. 

Informationen zur „Hessischen Energiespar-Aktion“ unter www.energiesparaktion.de.  

Informationen zum Energieberatungsangebot der Verbraucherzentrale Hessen erhalten Sie unter www.verbraucher.de

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